Die Fontäne

Die Hand als Schirm über den blinzelnden Augen.
Der ovale Teich funkelt wie ein Meer.
Als wenn tausende Sternlein auf Eiskristallen zerplatzen.

Bereits eine halbe Stunde unablässiges Staunen.
Das Bedürfnis das einzigartige Schauspiel aufzusaugen.
Unerwartet wird das Verharren mit einem Spektakel belohnt.

Mitten aus der hell flutenden Oberfläche schießt es empor.
Eine wehende Fahne aus wilden Wasserperlen.
Die unfassbare Urgewalt lässt den Atem stocken

Ein Wirbel aus Wasserfällen ruft Bewunderung hervor.
Der launische Wind pustet immer neue Muster.
Wie ein Vorhang weht der Wassernebel vorüber.

Das Toben steigt unaufhörlich an.
Bricht in Kaskaden in sich zusammen.
Ein neuer Anlauf stürmt nach oben.

Schulter an Schulter sprachlos unter der Sonne innehalten.
Nur die Wasserspritzer flattern im blauen Himmel.
Leichtigkeit als Glück begreifen.

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